Raum auf Zeit: Mit Ihren Ideen-Raum für Sie alle!
Der Bau des neuen Marktplatzes hat bereits begonnen und die Planungen laufen weiter auf Hochtouren. Die Fläche, auf der künftig neue Gebäude entstehen sollen, wird bis dahin für eine temporäre öffentliche Nutzung freigehalten – als „Raum auf Zeit“ für alle.
Jetzt sind Sie gefragt: Wie würden Sie die ca. 1.800 m² freie Fläche nutzen wollen? Soll es eine Chillecke, umgeben von duftenden Kräutern geben oder möchten Sie mit Ihren Kindern eine Partie Federball spielen? Wie kann dieser „Raum auf Zeit“ erlebbar gemacht werden?
Senden Sie uns Ihre Vorschläge an:
stadtentwicklung@floeha.de
oder per Post an:
Stadtverwaltung Flöha
z. Hd. Frau Irmscher
Claußstraße 7
09557 Flöha.
Bisher sind bereits einige Ideen eingegangen, für die wir uns bedanken. Diesen Zwischenstand können Sie hier einsehen. Wir freuen uns natürlich auf weitere kreative Vorschläge, um für jedermann geeignete Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen
Was bisher geschah
Seit dem Gewinn des 1. Platzes beim Wettbewerb „Ab in die Mitte“ im November 2023 nimmt das Projekt „Raum auf Zeit“ sichtbar Fahrt auf. Zahlreiche Akteurinnen und Akteure bringen sich bereits engagiert ein, um Ideen für die temporäre Nutzung der Fläche am neuen Marktplatz voranzubringen. Jetzt gilt es, diesen Schwung zu nutzen – und gemeinsam weiterzugestalten.
Mehr lesen:
Am 6. März 2025 trafen sich verschiedene Akteure – darunter die Kita „Baumwollzwerge“, Streetworker/-innen des Regenbogenbus e. V., eine Vertreterin der Anwohnerschaft, der Inhaber des Rewe-Marktes sowie Vertreter des Gewerbe- und Festvereins – bereits zum dritten Mal, um Ideen weiterzuentwickeln.
Gemeinschaftlich wurde die Fläche in drei Bereiche gegliedert:
- Erholungs- und Ruhezone
- Sport- und Spielfläche
- Gemeinsame Aktionsfläche
Geplant sind u. a. selbstgebaute Palettenmöbel, weitere Sitzgelegenheiten, mobile Bepflanzung in Hochbeeten und/oder Kübeln, ein Sinnespfad, selbst angelegte Naschgärten, mobile Graffitiboards, eine Fläche für Lesungen, Filmvorführungen oder Workshops sowie ein Aufenthaltsbereich für Kinder – so entstehen Angebote für alle Altersgruppen.
Dabei spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt durch die Möglichkeit der Wiederverwendung der Ausstattungselemente (Bepflanzung, Möbel etc.) eine wichtige Rolle.
Richtig starten kann das Projekt „Raum auf Zeit“ nach Fertigstellung des Marktplatzes – voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2025. Bis dahin bleibt Zeit, das Netzwerk an Akteuren und Mitwirkenden weiter auszubauen und Projektideen zu verfeinern. Öffentliche Aktionen werden zu gegebener Zeit angekündigt.
Gesucht: Zeitdokumente und Geschichten rund um die „Alte Baumwolle“
Die Stadtverwaltung plant im „Wasserbau“ eine Dauerausstellung zur Geschichte der „Alten Baumwolle“ – und sucht dafür persönliche Erinnerungen, Objekte und Geschichten rund um den Arbeitsalltag in der Baumwollspinnerei Flöha. Haben Sie noch Fotos, Unterlagen oder Anekdoten von damals? Dann melden Sie sich – jedes Detail zählt.
Mehr zur Geschichtssuche:
Die Ausstellung soll Fakten vermitteln, aber auch anschaulich und lebendig zugleich sein. Deshalb ist es uns wichtig, neben einem technisch-wirtschaftlichen Überblick besonders den Alltag der Beschäftigten im Betrieb wiederzugeben. Nach der Stilllegung der Produktion im Jahr 1994 ging beinahe sämtliches Inventar aus den Fabriksälen und Büros verloren, sodass es heute kaum noch Anschauungsobjekte gibt, die über die Arbeitsweise oder das Betriebsleben Aufschluss geben.
Deshalb wendet sich die Stadtverwaltung mit diesem Aufruf an Sie:
Vielleicht ist der eine oder die andere ehemalige Mitarbeitende unter Ihnen – oder Sie kennen jemanden, der in der Baumwollspinnerei Flöha beschäftigt war?
Besitzen Sie Objekte oder Zeitdokumente mit Bezug zur „Alten Baumwolle“ und sind bereit, diese für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen? Das könnten Teile oder Zubehör von Maschinen, Fotos, Zeitschriften, Zeitungsartikel oder andere Unterlagen sein. Von Interesse sind auch Geschichten darüber, wie der Arbeitsalltag aussah, wie Betriebsfeste gefeiert wurden oder wie der Urlaub im betriebseigenen Ferienobjekt verlief.
Scheuen Sie sich nicht – jedes noch so kleine Detail ist von Bedeutung, damit die 185-jährige Geschichte der Baumwollspinnerei Flöha mit all ihren Facetten am Leben erhalten und auch für künftige Generationen bewahrt werden kann.
Kommen Sie auf uns zu – persönlich oder per Telefon/E-Mail bei Frau Irmscher.
Ansprechpartnerin:
Anja Irmscher
Bauverwaltung –
SG Stadtentwicklung Hochbau
Zimmer 3.04
09557 Flöha
Augustusburger Str. 90
Tel: 03726/791-149
E-Mail: stadtentwicklung@floeha.de
Ideenwettbewerb „Unser Marktplatz“:
Ein voller Erfolg
Wie könnte der künftige Marktplatz der Stadt Flöha in der „Alten Baumwolle“ aussehen? Diese Frage haben Bürgerinnen und Bürger, Kinder, Jugendliche und Studierende auf ganz unterschiedliche Weise beantwortet – mit Modellen, Zeichnungen und kreativen Ideen. Die besten Beiträge wurden jetzt prämiert.
Mehr über die Gewinner erfahren:
Die Jury hatte es bei den vielen facettenreichen Vorschlägen nicht leicht, die Gewinner zu bestimmen. Auf Platz 3 wählte sie den Entwurf „Marktplatz der Generationen“ von Luca Seidel. Seine Idee, eine Skatebahn mitten im neuen Stadtzentrum anzulegen, wäre angesichts der direkt angrenzenden Wohn- und Geschäftshäuser wohl nur schwierig umzusetzen, dennoch lobte die Jury ausdrücklich, wie der 15-Jährige die Belange der Jugend einbrachte und umrahmt von Event-Tribüne, Spielplatz, Springbrunnen und vielen Sitzmöglichkeiten die Vision eines Wohlfühlortes für Jung und Alt erschaffen hat.
Platz 2 ging an Christiane Weber, die die Jury mit einem professionell und detailreich ausgearbeiteten Beitrag beeindruckte. Sie gliederte die Fläche in einen Marktbereich und einen Bereich mit Grün- und Aufenthaltsflächen. Ein bespielbarer Brunnen, niveaugleiche Wasserelemente mit Sitzstufen und Spielmöglichkeiten runden den Entwurf ab, der auch mit seinen liebevoll gestalteten Zeichnungen überzeugte.
Am meisten begeistert hat die Jury-Mitglieder der Beitrag von Michael Frenzel und seinem Sohn Luca Frenzel (8). Ihr Marktplatz, der den Bürgern und Besuchern Ruhe, Entspannung, Erholung, aber auch Freude bringen soll, sieht neben einer Freifläche für Veranstaltungen wie Ostermarkt, Advents- oder Stadtfest zum Beispiel Wasserelemente, Bepflanzungen, Sitzmöglichkeiten und als zentrales Element einen Brunnen mit den Figuren des Stadtwappens vor. Bei der Darstellung waren Vater und Sohn besonders kreativ: Sie bauten den künftigen Marktplatz kurzerhand aus Legosteinen nach und sicherten sich damit Platz 1.
„Auch wenn sich vielleicht nicht jede Idee 1:1 umsetzen lässt, werden wir alle Beiträge als Inspiration bei der weiteren Planung des Marktplatzes einfließen lassen und in der einen oder anderen Form berücksichtigen“, so Bauamtsleiter André Stefan, der auch Teil der Jury war. „Ein großes Dankeschön geht an alle, die sich beteiligt haben, und an den Altbauten-Investor Ticoncept.“ Das Unternehmen hatte das Preisgeld von insgesamt 1.700 Euro zur Verfügung gestellt, das an sechs Preisträger ausgereicht wurde.